Tag Archive: „Die Flotte Feder“


Mein Beitrag zu unserem neuen Schreibprojekt „Die „Flotte Feder“ – created by Petra

Ihr Geburtstag mit der berüchtigten Null rückte immer näher…

… und sie freute sich unbändig darauf!

Die bisherigen Geburtstage mit einer Null waren alle wunderbar gewesen!

10 Auf dem Weg vom Kind zur Frau

20 Auf dem Weg in die Freiheit

30 Auf dem Weg zur Großfamilie

40 Auf dem Weg zu neuen Sensationen

50 Auf dem Weg – endlich angekommen!

Gereift, gewachsen, an sich gearbeitet, sich weiterentwickelt, alte Konditionierungen endlich verabschiedet und in positive umgewandelt, eine völlig neue Sichtweise auf die Welt, in ihrer Mitte ruhend, glücklich.

In einer ganzheitlichen Beziehung zu einem sensitiven, iniatitiven, in sich ruhendem Menschen – auf gleicher Höhe.

Wunderbar!

Alles, was sie dachte, hatte er schon in die Wege geleitet, vorbereitet.

Wunderbar!

Sie hatte eine Idee, z.B. Liebe im Wald, und schon war sie in ihrem „Zimmer“ im Grünen zwischen den beschützenden Bäumen am Fluß!

Wunderbar!

Sie war glücklich und würde es bleiben!

Hier mein Beitrag zu unserem neuen Schreibprojekt „Die „Flotte Feder“ – created by Petra

Und plötzlich war da nur noch Stille….

… es war nur noch Stille, nachdem das Glas mit Schwung am Boden landete und in abertausende Bruchteile zerbarst …

… es war das Ende ihres Traumes von einer liebevollen Beziehung, der Traum zerbarst im Moment …

… es begann so schön …

… es lief so schön dahin …

… es beglückte beide einige Jahre …

… es war unendlich schön und wohltuend …

… es war Befriedigung der Seele – wie die Zeile im Lied „satisfy your soul“ …

… es ging irgendwann nicht mehr …

… es war vorbei …

… es ist Erinnerung …

… es ist Sehnsucht …

… es ist Leben!

Hier mein Beitrag zu unserem neuen Schreibprojekt „Die „Flotte Feder“ – created by Petra

Aufatmend ließ ich mich auf das Sofa fallen, was war das für ein verückter Tag gewesen, und griff…
… nach meinem Wasserglas, nahm einen langen Schluck und lehnte mich genüßlich zurück.
„Verrückter Tag“ war eine absolute Untertreibung für die wundervollen Stunden, die hinter mir lagen.
Nach einem wunderbaren Tagesbeginn startete ich voller Vorfreude zu meinem Ausflug in die Au.
Mein Rad hatte ich mit allen wichtigen Utensilien beladen: Picknick-Zutaten, Decke, Malsachen, Kamera und noch so einige Kleinigkeiten.
Sehr motiviert radelte ich durch die Stadt, bis ich endlich die Au erreichte. Wohltuender Schatten umfing mich im schönen Waldgebiet.
Ich besuchte einige vertraute Plätze, um zu schauen, wie weit die Vegetation in diesem Jahr schon gediehen war.
Dann kam ich zu einer meiner Lieblingsstellen, ganz einsam gelegen, sehr idyllisch. Hier war ich nur einmal von einem Kajak-Fahrer gestört worden, der aus dem Fluß raus und sein Boot ein Stück tragen mußte. Ansonsten war immer herrliche Ruhe und ich konnte mich dem Farbenrausch ungehemmt hingeben.
Darauf freute ich mich schon sehr, hatte ich doch eine ganz tolle Idee, wie ich die schöne Naturkulisse auf mein Papier aquarellieren könnte.
Nachdem ich alles vorbereitet hatte, begab ich mich munter ans Werk.
Plötzlich war eine Melodie in mir und einige Worte „I beg your pardon, I never promised you at rose garden, alone with the sunshine … „
Das Malen ging schwungvoll dahin. Ich bekam Hunger und packte meine Gaumenfreuden aus und wollte mich mit Genuß ans Essen machen.
Da fiel ein Schatten auf mich und die leckeren Sachen.
Fast ein wenig unwillig ob der Störung blickte ich auf – und konnte es nicht glauben. War das Zufall oder was? Ein Mann stand vor mir, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Er hatte viele Jahre im Ausland verbracht, davon hatte ich manchmal gehört. Er war einmal ein wichtiger Teil in meinem Leben gewesen, einmal, vor vielen Jahren.
So wie ich war er in die Jahre gekommen, wie man so schön sagt. Für mich werden Menschen mit den Jahren schöner, auch er. Daß er auch diese Einstellung hatte, erfuhr ich mit seinen ersten Worten an mich – nach dieser langen Zeit.
Unglaublich, daß wir uns sofort erkannten!
Natürlich lud ich ihn zu meinem Schmaus ein, und gemeinsam genossen wir die Spezialitäten.
Ebenso genossen wir die vielen Geschichten und Anekdoten, die wir uns zu erzählen hatten. In dieser langen Zeit, in der wir nicht voneinander hörten, hatte sich so einiges Erzählenswertes angesammelt. Beide hatten wir unsre langjährigen Partner verloren. So spielt das Leben.
Die Stunden verflogen im Nu, es wurde sehr kühl, und wir brachen auf.
Das Aquarell blieb unvollendet … ob etwas vollendet wurde, wissen nur die wärmende Sonne, der beschützende Himmel, der ruhige Wald, das plätschernde Flüßchen, das weiche Gras – und wir …
Aufatmend ließ ich mich auf das Sofa fallen, was war das für ein verückter Tag gewesen, und griff…
… nach seiner Hand …